Investitionsabzugsbetrag – nachträgliche Bildung

Investitionsabzugsbetrag – nachträglicher Ansatz in der Steuererklärung

Das Finanzgericht Sachsen hat mit Urteil vom 15.07.2014 (86 K 824/14) entschieden, dass ein Steuerpflichtiger zur Kompensation eines gebildeten, aber nicht realisierten und daher rückwirkend gewinnerhöhend aufzulösenden Investitionsabzugsbetrages einen neuen Investitionsabzugsbetrag bilden kann für ein Wirtschaftsgut, welches zwischenzeitlich angeschafft wurde.

Die nachträgliche Bildung eines Investitionsabzugsbetrages komme in Betracht bei Bescheiden, die gemäß § 164 AO noch änderbar sind sowie bei Bescheiden, deren formelle Bestandskraft bereits eingetreten war, durch den rückwirkenden Änderungsbescheid jedoch einen Änderungsrahmen gemäß § 351 Abs. 1 AO bieten.

cpm – Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg

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