elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale

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Die Finanzverwaltung führt demnächst die sogenannten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM, auch ElsterLohn II) ein.

Durch die in Kürze realisierte Einführung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale scheidet die alte Lohnsteuerkarte aus Papier endgültig aus der Praxis aus.

Zum Abruf der oben genannten ELStAM-Daten des Arbeitnehmers benötigen die Arbeitgeber zukünftig nur noch das Geburtsdatum und die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers.

Ab 01.11.2012 erfolgt der Abruf der Daten durch den Arbeitgeber freiwillig. Ab 01.01.2013 besteht dann die Pflicht für alle Arbeitgeber dieses Verfahren einzusetzen. Es besteht jedoch wohl eine Kulanzfrist zur Umstellung der Personalabteilungen auf dieses Verfahren bis zum 31.12.2013.

Nach vorliegenden Informationen gilt dieses neue Verfahren unabhängig von der Betriebsgröße. Innerhalb des Umstellungszeitraumes und des Kulanzzeitraumes kann jeder Arbeitgeber eigenständig entscheiden, wann die Nutzung des neuen Verfahrens beginnen soll. Es ist wohl auch möglich, dass die Arbeitgeber erst nur für einen Mitarbeiter dieses Verfahren testen, um dann ihr System umzustellen. Es soll jedoch mindestens eine Abrechnung pro Angestellten in 2013 mit ELStAM erfolgen. Somit wäre der Dezember 2013 der späteste  Umstellungszeitraum.

Bis zum erstmaligen Abruf der ELStAM gelten auch die bisher gewährten Freibeträge weiter. Nach dem erstmaligen Abruf verlieren die Lohnsteuerkarten 2010 und die Ersatzbescheinigungen 2011 bzw. 2012 ihre Gültigkeit.

Sollte es zu Abweichungen der Daten kommen, soll eine 3-Monatige Frist gelten, in der die Daten abgeglichen werden können, um die Ursache der Abweichungen herauszufinden.

Die gespeicherten ELStAM-Daten können schon ab dem 13.09.2012 von jedem Arbeitnehmer im Internet eingesehen werden. Wo genau gebe ich noch bekannt. Hierfür erhält der Arbeitnehmer dann während seiner Registrierung auf der entsprechenden Plattform eine PIN, die ihm zugeschickt werden soll. Durch diese PIN erhält der Arbeitnehmer Einsicht in seine gespeicherten Daten.

Zur Zeit werden wohl vom Bundesministerium für Finanzen weitere Schreiben vorbereitet, die weitere Fragen klären sollen. Ich halte Sie hierüber auf dem Laufenden.

Quelle: DStV, Pressemitteilung v. 10.9.2012

cpm – Steuerberater Claas-Peter Müller, Hamburg

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